Buddhistische Göttin Kannon
Der Buddhismus ist eine der Hauptreligionen in Japan und hat die japanische Kultur und Tradition tief beeinflusst. Eine der bedeutendsten Figuren im japanischen Buddhismus ist Kannon, die Göttin des Mitgefühls. Kannon ist sowohl im Mahayana- als auch im Vajrayana-Buddhismus eine bedeutende Gottheit, und ihr Bildnis ist in vielen Tempeln und Schreinen in ganz Japan zu sehen.
Kannon, die in China auch als Guanyin und in Indien als Avalokiteshvara bekannt ist, wird oft als weibliche Figur mit mehreren Armen und Augen abgebildet. Sie wird mit Mitgefühl, Barmherzigkeit und Freundlichkeit assoziiert und gilt als Beschützerin von Kindern, Frauen und Seeleuten.
Die Legende über die Ursprünge von Kannon geht auf das 6. Jahrhundert zurück, als ein Prinz namens Shotoku Taishi eine Vision einer goldenen Figur auf einem Lotusthron hatte. Die Gestalt teilte dem Prinzen mit, dass sie Avalokiteshvara, der Bodhisattva des Mitgefühls, sei und dem Prinzen helfen würde, den Buddhismus in Japan zu verbreiten. Der Prinz baute einen Tempel zu Ehren von Avalokiteshvara, der später als Asuka-dera-Tempel bekannt wurde.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Bild von Kannon weiter, und sie wurde zu einer beliebten Figur im japanischen Buddhismus. Ihr mitfühlendes Wesen und ihre Fähigkeit, Menschen in Not zu helfen, machten sie zu einer beliebten Gottheit, die in ganz Japan verehrt wurde. Es entstanden viele Legenden und Geschichten über Kannon, und sie wurde mit verschiedenen Aspekten der japanischen Kultur und Tradition in Verbindung gebracht.
Eine der berühmtesten Darstellungen von Kannon ist die elfköpfige Kannon, auch bekannt als Juichimen Kannon. Dieses Bild stellt Kannon mit elf Köpfen dar, von denen jeder einen anderen Aspekt ihrer mitfühlenden Natur repräsentiert. Die elfköpfige Kannon wird oft mit tausend Armen dargestellt, von denen jeder ein anderes Werkzeug oder Symbol hält, das ihre verschiedenen Kräfte repräsentiert.
Eine weitere beliebte Darstellung der Kannon ist die Kannon der Barmherzigkeit oder die Kanzeon Bosatsu. Dieses Bild zeigt Kannon, die in einer Hand eine Lotusblume und in der anderen eine kleine Vase hält. Die Vase enthält das Lebenselixier, mit dem Kannon die Kranken und Leidenden heilt. Die Kannon der Barmherzigkeit ist ein häufiges Bild in japanischen Tempeln und soll die Macht haben, sowohl körperliche als auch emotionale Schmerzen zu heilen.
Neben ihrer barmherzigen Natur wird Kannon auch mit Wasser und dem Meer in Verbindung gebracht. Sie wird oft als Beschützerin von Seeleuten und Fischern dargestellt und soll die Macht haben, Stürme und raue See zu beruhigen. Viele Schreine und Tempel, die Kannon gewidmet sind, befinden sich in der Nähe des Ozeans oder anderer Gewässer.
Insgesamt ist Kannon eine geliebte und wichtige Figur im japanischen Buddhismus. Ihr mitfühlendes Wesen und ihre Fähigkeit, Menschen in Not zu helfen, haben sie in ganz Japan zu einer beliebten Gottheit gemacht. Wenn Sie sich für die japanische Kultur und Tradition interessieren, sollten Sie auf Ihrer Reise durch Japan unbedingt einige der vielen Kannon-Tempel und Schreine besuchen.
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