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teamLab Planets: Tokyos immersives Kunstmuseum

teamLab Planets: Tokyos immersives Kunstmuseum

Eine barfüssige Reise durch die Kunst

teamLab Planets in Toyosu definiert neu, was ein Museumsbesuch sein kann. Anders als traditionelle Galerien, in denen man Kunst aus der Distanz betrachtet, fordert Planets die Besucher auf, am Eingang Schuhe und Socken auszuziehen und direkt in die Installationen hineinzuwaten. Das Erlebnis ist vom ersten Schritt an körperlich — kaltes Wasser strömt über die Füsse, Oberflächen verschieben sich unter einem, und die Grenze zwischen dem eigenen Körper und dem Kunstwerk löst sich auf. Das Museum beschreibt sich als einen Ort, an dem man “eins mit der Kunst wird”, und das ist keine Übertreibung. Jeder Raum ist darauf ausgelegt, einen anderen Sinn zu überwältigen, und führt die Besucher durch Dunkelheit, Wasser, Licht und offenen Raum in einer sorgfältig orchestrierten Abfolge.

Die Wasserinstallationen

Wasser ist das bestimmende Element von teamLab Planets. Mehrere Räume verfügen über knöchel- bis kniehohes Wasser, das die projizierten digitalen Bilder ringsum reflektiert und bricht. In einer Installation schwimmen aus Licht geformte Koi-Fische um die Beine der Besucher, wobei ihre Bahnen sich ändern, wenn sie auf einen Körper treffen. Ein anderer Raum taucht einen in ein weites Feld projizierter Blumen ein, die auf der Wasseroberfläche aufblühen und zerstreuen. Das Gefühl, in warmem Wasser zu stehen, umgeben von kaskadierenden digitalen Bildern, erzeugt eine meditative Qualität, die viele Besucher überrascht. Hosen, die über die Knie hochgekrempelt werden können, sind dringend empfohlen — das Museum bietet Umkleidebereiche, aber vorbereitet zu kommen spart Zeit.

Digitalkunst-Räume und unendliche Welten

Über die Wasserinstallationen hinaus bietet Planets Räume, die mit Wahrnehmung und Massstab spielen. Einer der meistfotografierten Räume ist das Infinite Crystal Universe, ein verspiegelter Raum voller hängender LED-Stränge, die auf die Smartphones der Besucher reagieren und in jede Richtung sich wandelnde Sternbilder aus Licht erzeugen. Ein weiteres Highlight ist der Raum voller riesiger weicher Kugeln, die ihre Farbe ändern, wenn man sich durch sie hindurchdrängt — der eigene Körper wird Teil der sich wandelnden Palette. Die Abfolge der Räume ist bewusst so gestaltet, dass die Intensität zunimmt, beginnend mit Sinnesentzug und aufbauend zu überwältigenden visuellen Spektakeln. Jeder Übergangskorridor zwischen den Installationen dient als Gaumenreiniger und bereitet auf die nächste Umgebung vor.

Standort und Anreise

teamLab Planets befindet sich in Toyosu, einem Hafenviertel im Osten Tokyos, erreichbar über die Yurikamome-Linie bis zur Station Shin-Toyosu. Der Fussweg vom Bahnhof dauert etwa fünf Minuten. Die Umgebung ist relativ ruhig im Vergleich zum Zentrum Tokyos, mit einigen Restaurants und dem nahegelegenen Toyosu-Fischmarkt. Viele Besucher kombinieren einen Morgenbesuch auf dem Markt mit einem Nachmittagsbesuch bei Planets. Das Museum eröffnete 2018 als temporäre Ausstellung, erwies sich aber als so beliebt, dass seine Laufzeit mehrfach verlängert wurde. Angesichts des zeitlich begrenzten Charakters der Installation ist es ratsam, die offiziellen Website für aktuelle Betriebsdaten zu prüfen, bevor man einen Besuch plant.

Tickets, Timing und praktische Tipps

Vorverkaufstickets sind unerlässlich. Vor-Ort-Verfügbarkeit ist selten, besonders an Wochenenden und Feiertagen. Tickets werden in zeitlich festgelegten Eintrittsfenstern verkauft, und das Erscheinen zur vorgesehenen Zeit hält den Besucherstrom überschaubar. Ein Besuch dauert typischerweise zwischen sechzig und neunzig Minuten. Werktags morgens ist es in der Regel am ruhigsten und bietet das kontemplativste Erlebnis. Für Fotos funktionieren Smartphone-Kameras gut in den dunklen, farbenfrohen Umgebungen — Blitzlichtfotografie ist nicht erlaubt und würde die Atmosphäre ohnehin zerstören. Wasserdichte Handyhüllen sind für die Wasserräume eine Überlegung wert. Schliessfächer stehen für Taschen und persönliche Gegenstände bereit, und das Museum stellt Handtücher zum Abtrocknen der Füsse nach den Wasserinstallationen zur Verfügung.

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